Samstag, 8. November 2014

Gäste aus Rjasan nehmen am Unterricht in Klasse 6 teil

Heute konnte ich ganz liebe Gäste aus Rjasan an meiner Schule begrüßen.
Der Anlass unserer Begegnung ist die gemeinsame Fortführung eines Projektes, welches vom Thillm, der Universität Rjasan und dem dortigen Lehrerfortbildungsinstitut initiiert wurde. Ich gehöre dieser Arbeitsgruppe an.

Der heutige Besuch sollte unseren Gästen einen Einblick in den Russischunterricht an meiner Schule vermitteln. Da unsere Arbeitsgruppe in ihrer Projektarbeit bereits einige tolle Ergebnisse vorweisen kann (Ergebnis 1 und Ergebnis 2), ist es eigentlich denkbar, dass nun auch geschaut werden soll, wie Interaktion tatsächlich im Unterricht realisiert wird. Das war auch mein Ziel, hier neue Ansätze und Möglichkeiten aufzuzeigen.
Der Unterrichtsgegenstand waren die Arbeit mit den Zahlen bis 20 und die Angaben zur eigenen Person.
Dafür hatte ich zahlreiche Übungen vorbereitet. Der Stundenanfang diente natürlich unserem Lied, danach kamen die eigenen Buchstabenkarten zum Einsatz:
  • Покажите мне, пожалуйста, букву П.
  • Это буква Г?
  • Составим слова: цирк, это, глобус, зовут...

Diese Phase wurde in Partnerarbeit praktiziert um abzusichern, dass die Schüler recht schnell die Anforderungen erfüllen.

Im nächsten Schritt wurden die Zahlen wiederholt:
  • Zählen - vorwärts und rückwärts
  • Stopp-zählen
Es folgten Rechenaufgaben, die zunächst nur gehört und aufgeschrieben werden sollten. Danach wurden still die Ergebnisse errechnet. Anschließend lasen die Schüler die gesamte Aufgabe und das Ergebnis vor. Eine Visualisierung erfolgte an der Tafel.


Da es mit einigen Zahlen noch Probleme gab, wurde noch einmal in PA trainiert. Dabei sagten sich die Schüler wechselseitig eine Zahl aus diesem Aufgabenpool und der andere Schüler musste diese Zahl in seinem Hefter antippen.
Um einen sanften Übergang zum nächsten Unterrichtsschritt anzubahnen, eignete sich die Arbeit mit den Bandolinos. Diese fördern in hohem Maße das eigenständige Arbeiten und die Verantwortung der Schüler für sich selbst.

Danach haben wir Fragen zur eigenen Person gestellt und beantwortet. Natürlich richteten sich auch einige Fragen an unsere Gäste;-)

Im weiteren Verlauf wollten wir genau diese Lexik auch noch einmal verschriftlichen. Dazu sollten die Schüler in Gruppen (3 Prs.) nach Diktat arbeiten. Eigens dafür habe ich große an glatten Flächen selbsthaftende Schreibbögen vorbereitet. Diese konnten dann an den Festerscheiben problemlos angebracht werden. Somit waren alle Resultate für alle auch einsehbar.






 Zum Abschluss hatten unsere Rjasaner Gäste für alle Kinder eine nette Überraschung.

Ich bin sicher, der Unterricht hat uns allen gefallen. Für mich Motivation, so weiter zu machen.










Donnerstag, 23. Oktober 2014

Heute schon gestöbert?

Manche möchten selbst ernsthaft Sprache(n) lernen, andere suchen einen Trainer um sich auf den Urlaub einzustimmen. Unsere Schüler suchen Abwechslung und anschauliche Angebote um sich Fremdsprachenkenntnisse anzueigenen. Hier ein neues kleines Angebot zum thematischen Vokabellernen. Ein Wechsel zwischen den Sprachen erlaubt auch den Sprachenvergleich.
Viel Spaß beim Stöbern!

Hat euch schon einmal Väterchen Frost geschrieben?

Wer also seinen Schülern gern einmal einen Brief von Väterchen Frost als Lesetext anbieten möchte, der sollte diesen Generator benutzen. Alles ist ganz einfach zu handhaben und am Ende kann man seinen Brief ausdrucken. 

 erstellt mit: http://tobemum.ru/deti/generator-pismo/

Das macht sicher viel Spaß und ist gleichzeitig wiederum ein guter Schreibanlass, dem Väterchen Frost zu antworten.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Russische Verben in Wort und Bild

So macht doch das Lernen wirklich Spaß. Bilder helfen beim Memorieren und beleben die Arbeit im Kopf.







Ich habe mir Gedanken gemacht, was man  mit solchen Angeboten anstellen könnte und mir kamen folgende Ideen:
  • Seiten durchblättern und Verben nach Themen suchen - eigenes Themenheft erstellen (Freizeit, Bewegung / Transport, Beziehungen der Menschen untereinander,...)
  • sich möglichst viele Verben merken
  • Verben mit Hilfe der Bilder erfassen
  • eigenes Verbwörterbuch erstellen
  • Konjugationen trainieren
  • Verben nach Konjugation sortieren
  • Audios erstellen (Lesetraining)
  • Lückentext vorgeben und passende Verben einsetzen
  • Aus diesen Vorgaben Bildkarten erstellen
  • Fragen zu bestimmten Verben stellen bzw. sammeln.
Vielleicht findet ihr auch weitere Ideen und möchtet sie unter Kommentare posten? Ich wäre euch sehr dankbar.

Sonntag, 28. September 2014

Reise der Superlative - Schüleraustausch nach Rostow am Don



Bericht im Telegrammstil
  • 15 Schüler des Osterlandgymnasiums Gera  (Klassen 10 bis 12) mit ihrer Russischlehrerin und dem stellvertretenden Schulleiter
  • Zeitraum vom 19. bis 26.9.14 in Partnerstadt Rostow am Don
  • Bedeutung: 1. Schüleraustausch in der Geschichte dieser Städtepartnerschaft
  • Rostow am Don = Heimat des berühmten Schriftstellers und Nobelpreisträgers Michail Scholochow (berühmt durch Werke wie: „Der Stille Don“; „Ein Menschenschicksal“)
  • Vorangegangen sind die im Vorjahr monatlich durchgeführten Videokonferenzen zwischen den damals 10. Klassen der 53. Schule in Rostow (Schule mit erweitertem Deutschunterricht) und dem OLGY
  • für Rostow: Deutsch = 1. Fremdsprache, für Gera: Russisch = 2. Fremdsprache
  • Wunsch, sich auch in der realen Welt zu begegnen
  • Schüler lebten eine Woche in russischen Gastfamilien
 
Zum Programm:
20.9.2014:
  • Teilnahme am Stadtfest anlässlich des 265. Geburtstages der Stadt
  • Besuch der Verkaufsausstellung „Meister der Stadt“ im Gorki-Park
  • An der Uferpromenade des Don: Teilnahme an den Konzerten der Trachtengruppen (in Rostow leben sehr viele Nationalitäten, die sich kulturell mit einem „Feuerwerk“ an Tanz, Musik und Kulinarischem vorstellten)
  • Parade der Freizeiteinrichtungen der Stadt Rostow auf dem Theaterplatz
  • Teilnahme an der Massenaktion (Flashmob) „Hymne der Stadt“ (deutsche Schüler hatten sich bereits im Unterricht mit der Hymne beschäftigt und zu Hause ausreichend trainiert)
21.9.2014:
  • Teilnahme an der Übergabe der Symbolskulptur aus Gera im Park „Freundschaft“
  • Schüler erlebten die Übergabe durch Herrn Müller (1. SV Gera)
  • ich als Dolmetscherin - neue, aber spannende Herausforderung
  • Gewannen die Sympathien der Stadt
  • Stadtrundfahrt
  • Besuch der 61. Schule
  • Überaus herzlicher Empfang durch Schulleiterin
  • Unterrichtsbesuch in Musik, Technologie (Fach ist in dieser Form für Gymnasiasten unbekannt), Kunst (den Herbst empfinden und zeichnen – Laubblattcollage entstanden), Sport (natürlich beteiligten sich die deutschen Schüler an den Disziplinen der Leichtathletik)
  • Selbständige Stadtrallye: mit Aufgaben die Stadt erforschen (War sehr lustig und anspruchsvoll, weil sich die deutschen Schüler wirklich durchfragen mussten um an die notwendigen Informationen zu kommen)
  • Teilnahme an der Konferenz der Oberklässler (Präsentationen der Studienaufträge vom Sommer-Deutschlandaufenthalt)

23.9.2014:
  • ethnografisches Programm „Zu Gast bei den Kosaken“ in Puchljakowskaja
  • Einblicke in das Schwarzerdegebiet und den Donbass (Kohleabbaugebiet)
  • Fahrt durch die Steppe 
  • Fantastischer Blick auf das Dongebiet
  • Puchljakowskaja:
  • Einblicke in das Leben der Kosaken
  • Absolvieren von unterschiedlichen Prüfungen (Umgang mit Speer, Bogen, Peitsche, Säbel, Geschicklichkeit, Reiten, Zubereitung von Speisen etc.) um die Ehrenkosaken der Gruppe zu ermitteln: Sieger wurden Niclas und Veronika
  • Erfahrung, was bedeutet Freundschaft für die Kosaken: bester Freund wurde Robin
  • Probieren von Buchweizengrütze - entsprach nicht so dem Geschmack der Deutschen – haben aber tapfer gegessen

24.9.2014:
  • freier Tag – leider ein heftiges Unwetter, welches ganze Teile der Stadt lahmlegte und teilweise auch die Wasser- und Energieversorgung für zwei Tage unterbrach
  • Kinder verbrachten gemeinsam die Zeit in den Einkaufszentren, besuchten das Kino oder abends das Ballett
  • Wir Erwachsenen besuchten die Brokat-Ausstellung im Heimatmuseum und am Abend das Ballett

25.9.2014:
  • Gemeinsames Bowling im Einkaufs- und Unterhaltungszentrum „Horizont“
  • Zentrum besticht durch vielfältige Betätigungsmöglichkeiten, wie Spielplatz, Kletterpark und Bowlingbahn
  • Unterrichtsbesuche in der zweiten Schicht: Englisch und Russische Sprache (Deutsch leider durch den Stau in der Stadt verpasst)
  • Heimat- und Abschiedsabend gemeinsam mit Gastgeberfamilien im Restaurant (Dank, Herzlichkeit, Termin für Gegenbesuch 2015)

26.9.2014:
  • Abschied und Abflug
  • Großer Umweg über Schwarzes Meer
  • Anschluss in Wien nach Leipzig nicht erreicht – Übernachtung in Wien + 12 € Gutschein/Schüler für Abendbrot bei Mc Donalds (löste große Freude aus)
Eindrücke:
  • Einblicke in Kultur und Lebensweise der Menschen
  • Hohes, fast unbeschreibliches Maß an Gastfreundschaft
  • Alle Schüler fanden gemeinsame Sprache
  • Wurden Freunde, hatten zusammen sehr viel Spaß
  • Wollen sich unbedingt wiedersehen
  • Deutsche wollen auch zeigen, wie man bei uns lebt (Russen zu toppen wird eine große Herausforderung für Schule und Elternhäuser)
  • Ideen für den Austausch nach den Osterferien 2015 liegen bereits vor
  • Abschied fiel sehr schwer – es rollten auch Tränen