Dienstag, 19. September 2017

Tag 5 - Exkursion nach Puchljakowskaja, in ein lebendiges Freilichtmuseum

Heute wurden wir in das Alltagsleben der Donkosaken eingeführt. Extra dafür fuhren wir mit dem Bus ca. 120 km nach Puchljakowskij, einem Freilichtmuseum, das uns viele Attraktionen bot.
Natürlich erfuhren wir viel über den Lebensalltag der Kosaken und ihrer Familien. So absolvierten die Jungs all das, was ein Kosake können muss um die Familie und das Vaterland zu schützen. Die Mädchen erfuhren von den Arbeiten der Kosakenfrauen. So wurden in der offenen Küche Eier gebraten, aus dem Ziehbrunnen Wasser geschöpft, das mit der Tragestange in der Vergangenheit etwa 10 bis 12 x täglich vom Donufer geholt wurde. Aber die Mädchen mahlten auch Mehl, bügelten, schleiften die Messer und sägten Feuerholz und vieles mehr.  Die Jungs absolvierten Stationen der kämpferischen und siegreichen Kosaken.
Am Ende wählten wir Felix und Lisa als Ehrenkosaken. Ihnen zu Ehren wurde ein Kanonenschuss abgegeben.
Zum Mittagessen bewirteten uns die Dortbewohner reichlich mit Fischspeisen. Während des Essens unterhielt uns das Gesangsensemble mit Kosakenliedern, nach denen wir dann auch, wie es so oft in Russland üblich ist, getanzt haben.
Dieser Besuch war für uns alle ein einmaliges und besonderes Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.
 Aber der Tag ist noch lang.

Montag, 18. September 2017

Nächtliche Impressionen aus Rostow


4. Tag - Schulmontag - ein etwas anderer Schultag und eine tolle Stadtexkursion

Heute wurden wir bereits um 8 Uhr in der Schule nach russischer Tradition mit Brot und Salz empfangen. Vorher wurden uns die wunderschönen Schleifen der Freundschaft übergeben. Nach dem Rundgang durch die hochmoderne, wunderschöne, saubere und vor einem Jahr rekonstruierte Schule, durften wir nach einem kleinen Imbiss am Unterricht in verschiedenen Klassen teilnehmen.
Die Eindrücke vom Unterricht waren sehr unterschiedlich. Einige von uns beobachteten voller Entsetzen das Handy-Spiel während des Unterrichtes. 
Lustig und beeindruckend war der Sportlehrer, der eher an einen Rapper erinnerte und durch sein Auftreten die Stimmung in der Halle mächtig anheizte. Das war auch gleich der Anlass, ein Foto von diesem coolen Typen an unsere Sportlehrer zu schicken :-). 
Das Unterrichtsfach Zivilschutz wurde besonders bestaunt. Hier werden die Schüler ab der 8. Klasse gesondert für Katastrophenfälle bzw. Terroranschläge ausgebildet.
Andrea und Felix gestalteten selbstständig eine Deutschstunde in der 10. Klasse zu Thüringen. Das kam richtig gut an und wir hatten viel Spaß beim gemeinsamen Singen: Rennsteiglied und Thüringer Klöße. 
Dese Lieder dienten natürlich der Spracharbeit und deshalb wurden eben auch ein Lückentext ausgefüllt und lautes Lesen geübt.
Nach dem Mittagessen und ein wenig Erholung gingen wir Schüler unter Begleitung von einigen Eltern und den Deutsch-Studenten der Universität auf Stadtexkursion, wohingegen ich einen Votrag für die Deutsch-Lehrer der Schule hielt. Frau Staudte, Andrea und Felix unterstützten.
In der Stadt entdeckten wir viele neue Sehenswürdigkeiten, sahen aber auch viele Kontraste, die manchmal ganz dicht beieinander lagen (nebeneinander bzw. wie hier auf den Fotos auf der gegenüberliegenden Straßeneite).
Anschließend war für einige von uns Shopping angesagt.

Sonntag, 17. September 2017

Tag 3 in Rostow am Don - Exkursion nach Starozerkassk und Freizeit in Rostow

Heute erwarete uns der Bus bereits um 9:45 Uhr. Während der Fahrt nch Starozerkassk (ca. 25 km von Rostow am Don entfernt), in eine alte Kosackenstaniza (= ländliche Bezeichnung für eine größere Gemeinde). Der Besuch dieses Nauturschutzgebietes, in dessen Zentrum diese Gemeinds liegt, bot und vielfältige Einblicke in das Leben der Kosaken vom 16. Jh bis zur Gegenwart.
Da wir diese Gemeinde an einem Sonntag besuchten, hatten wir noch Gelegenheit, nach der Führung Souvenirs zu kaufen. Wieder in Rostow angekommen, stieg ein Teil der Gruppe bereits am Gorki-Park aus um sich in das Getümmel des Stadtfestes zu stürzen. Die anderen fuhren zurück zur Schule um von dort aus vielfältigen Freizeitaktivitäten nachzugehen.
Auch heute nahmen wir viele Kontraste wahr.

Samstag, 16. September 2017

Unser 2. Tag in Rostow - Stadterkundung, Schifffahrt und viel Spaß bei großer Hitze

Nun ist die erste Nacht überstanden und die Gruppe wächst zusammen. Gemeinsam erlebten wir nach einer Stunde Wartezeit eine schöne Schifffahrt auf dem Don. Man glaubt es kaum, es wurde sogar getanzt.
Ansonsten gab es wirklich an jeder Ecke etwas zu entdecken. Die Stadt vibriert vor Leben, vor Freude am 268. Geburtstag.
Man kommt in Feierlaune und wird umfangen vom Flair dieser wunderschönen Stadt.
Frau Staudte, Richard und ich wurden am Abend bei Frau Gladkova und ihrem Mann empfangen.